LEI-Codes bei KYC-Aktivitäten: ein wichtiges Instrument für die finanzielle Transparenz

Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung von KYC im regulatorischen Bereich

Im aktuellen regulatorischen Bereich gewinnt das Konzept von KYC (Know Your Customer) bei der Verwaltung von Geschäfts- und Finanzbeziehungen zunehmend an Bedeutung.

Die genaue Kenntnis der Identität der eigenen Kunden, das Verständnis der Art ihrer Geschäftsaktivitäten und die Überprüfung der Zuverlässigkeit der Geschäftspartner sind zu einer wesentlichen Voraussetzung geworden, um vorschriftsmäßig und risikobewusst zu handeln.

Diese Anforderung betrifft mittlerweile ein breites Spektrum von Akteuren: nicht nur Banken und Finanzintermediäre, sondern auch Versicherungen, Fintech-Unternehmen, Freiberufler und Akteure in regulierten Branchen.

KYC leistet einen konkreten Beitrag zur Förderung von Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Fairness in den Wirtschaftsbeziehungen und verringert das Risiko, in undurchsichtige oder nicht konforme Transaktionen verwickelt zu werden.

Die Entwicklung der europäischen Rechtsvorschriften hat Unternehmen dazu veranlasst, strukturierte Verfahren zur Bewertung des Kundenrisikos und zur kontinuierlichen Überwachung einzuführen.

In diesem Zusammenhang bieten standardisierte Instrumente wie der LEI-Code (Legal Entity Identifier) eine konkrete Unterstützung, um die Due Diligence effizienter und zuverlässiger zu gestalten.

Was ist der LEI-Code?

Der LEI-Code ist eine 20-stellige alphanumerische Kennung, die 2012 auf Initiative der G20 international eingeführt und die vom Financial Stability Board (FSB) koordiniert wurde.

Seine Verwaltung obliegt der GLEIF (Global Legal Entity Identifier Foundation), die die Vergabe der Codes über ein Netzwerk akkreditierter Local Operating Units (LOUs) überwacht.

Jeder LEI-Code enthält wesentliche, öffentlich zugängliche Daten über die registrierte juristische Person:

  • Rechtlicher Name der Einrichtung.
  • Rechtlicher Sitz und Land der Registrierung.
  • Handelsregisternummer.
  • Informationen über etwaige Mutter- oder Tochtergesellschaften (Unternehmensstruktur).

Die Bedeutung des LEI-Codes in KYC-Verfahren

Im KYC-Verfahren bietet der LEI-Code mehrere Vorteile, die ihn zu einem wirksamen Instrument für Überprüfungs- und Überwachungsmaßnahmen machen:

  1. Eindeutige und globale Identifizierung
    Der LEI-Code ermöglicht eine eindeutige Identifizierung der Geschäftspartner und überwindet so die Schwierigkeiten, die mit Namensgleichheit, sprachlichen Unterschieden oder Abweichungen zwischen den nationalen Rechtssystemen verbunden sind.
  2. Transparente Überprüfung der Informationen
    Dank der öffentlichen Verfügbarkeit von LEI-Daten können Institutionen die vom Kunden gemachten Informationen problemlos mit den offiziell erfassten Daten abgleichen und so die Zuverlässigkeit des Onboarding-Verfahren verbessern.
  3. Analyse der Unternehmensstrukturen
    Der LEI-Code ermöglicht ein besseres Verständnis der Zusammensetzung und der Kontrollbeziehungen zwischen juristischen Personen, was für die Bewertung indirekter Risiken oder komplexer Unternehmensverbindungen von entscheidender Bedeutung ist.
  4. Betriebliche Effizienz
    Die Integration des LEI-Codes in KYC-Systeme automatisiert einen Teil der Überprüfungen und verringert den Bedarf an überflüssiger Dokumentation, wodurch die interne Effizienz und das Kundenerlebnis verbessert werden.

Regulatorische Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem LEI-Code

In Europa und in anderen Rechtsordnungen ist die Verwendung des LEI-Codes bereits in mehreren regulierten Bereichen obligatorisch:

  • EMIR: für Geschäftspartner, die an Derivatekontrakten beteiligt sind.
  • MiFID II / MiFIR: für alle juristischen Personen, die Transaktionen mit Finanzinstrumenten durchführen.
  • SFTR: für diejenigen, die an Wertpapierfinanzierungsgeschäften beteiligt sind.

Die Integration des LEI-Codes in Geschäftsverfahren und KYC-Kontrollen ist für Unternehmen, die im Finanzsektor tätig sind, eine zunehmend strategische Entscheidung.

Dank seiner Fähigkeit, eine weltweit eindeutige und überprütbare Identifizierung zu ermöglichen, fördert der LEI-Code die Transparenz und verbessert die Gesamtqualität der verwalteten Informationen.


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